Eine umfassende Ausstellung zum Werk Rudolf Levys hat es in Deutschland noch nie gegeben – weder zu Lebzeiten des Künstlers, noch nach seinem Tode.
Zwar wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Gedächtnisausstellung 1954-56 (Wanderausstellung durch zahlreiche deutsche Städte) auf Initiative von Levys 1953 verstorbener Frau Genia eine größere Werkpräsentation unternommen, doch umfaßte die Auswahl von 38 Gemälden vorwiegend Arbeiten aus den zwanziger Jahren und aus der Emigration –  frühe Arbeiten fehlten.
1964 veranstaltete der Heidelberger Kunstverein eine Schau „Deutsche Maler um Matisse“, in der 33 Arbeiten Levys zu sehen waren. Außer einem Stilleben von 1911 waren Gemälde aus den Jahren 1919-1943 zu sehen. Auch kleinere Einzelausstellungen im Kunsthandel, wie  z.B. 1959 im Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath (27 Gemälde, davon ein Frühwerk) und  1977, konnten nur Ausschnitte des Oeuvres bieten.

1988 wurden in der Ausstellung „Matisse und seine deutschen Schüler“, Pfalzgalerie Kaiserslautern und Ostdeutsche Galerie Regensburg, zwanzig Gemälde Levys aus den Jahren 1905 bis 1925 gezeigt.
In der Ausstellungstrilogie „Die Große Inspiration. Deutsche Künstler in der Académie Matisse“, Kunst-Museum-Ahlen, 2004/2005, war Rudolf Levy mit neunzehn Arbeiten aus den Jahren 1909 bis 1943 vertreten.
Eine Retrospektive dieses wichtigen deutschen Malers der Klassischen Moderne steht bislang noch aus.